Bikepark Großer Feldberg

Die Geschichte über die Entstehung unseres Bikeparks am Großen Feldberg im Taunus.
Von der ersten Idee bis zum Spatenstich im Dezember 2014.

Bikepark Großer Feldberg (Projekteite)

Das „Ur“-Pojekt des Vereins. Vielmehr: Der Verein ist in gewisser Hinsicht ein „Projekt“ der Bikepark-Initiative, denn wie du unter „Woffm Historie“ nachlesen kannst, wurde der Verein als Konsequenz der Bemühungen um legale Downhillstrecken im Taunus gegründet. Dabei war zu Beginn der Große Feldberg für alle Überlegungen zu einer legalen Strecke sogar Tabu – was unter dem jetzigen Projektnamen natürlich etwas absurd erscheint. Aber fangen wir doch einfach ganz am Anfang an.

Der Anfang des Ganzen

In den Jahren 2000-2004 gab es eine relativ große Gruppe von Downhillern und Freeridern, die regelmäßig am Feldberg unterwegs war. Mit Vorliebe natürlich auf den schon damals lang-bekannten Trails in Richtung „Große Kurve“. Eine Diskussion um Personenkontrolle dort, welche im IBC-Forum ausgetragen wurde führte schließlich zur Vorladung eines jetzt noch im Verein aktiven Radfahrers bei der Unteren Naturschutzbehörde. Bei dem Gespräch vor Ort wurde dann, zum großen Erstaunen der Radfahrerseite, erläutert dass der Landkreis Interesse an der Einrichtung legaler Strecken habe, es fehle lediglich ein geeigneter Eigentümer. Die Untere Naturschutzbehörde schlug vor einen Verein zu gründen, ein geeignetes Areal zu suchen und schließlich einen Genehmigungsantrag zu stellen, um endlich legale Strecken und konfliktfreies Miteinander im Taunus zu haben.

Der Verein wurde gegründet, ein Gelände gesucht und in der Nähe des Taunus-Quarzit-Werks (der Große Feldberg selbst war wegen des hohen Nutzerdrucks damals wie oben bereits gesagt tabu) gefunden, ein Antrag gestellt. Auf unsere damals eingesendete Anfrage erhielten wir nie eine schriftliche Antwort. Zunächst hieß es, die Anfrage sei in Bearbeitung, dann der Bearbeiter sei „für längere Zeit erkrankt“ und zuletzt wurde uns mitgeteilt, dass der Antrag abgelehnt sei. Scheinbar hatte man es noch nicht einmal für nötig gehalten uns das mitzuteilen.
Nach der – zugegebenermaßen bitteren – Pleite am Taunus-Quarzit-Werk war zunächst die Ratlosigkeit groß wie es weitergehen sollte. Es wurden einige alternative Standorte (z.B. der Traisberg in Schmitten) durchgespielt, jedoch aus unterschiedlichen Gründen (Erreichbarkeit, Gefälle, etc.) wieder verworfen. Am Ende war es ein Anruf des Planungsverbandes Rhein-Main im Jahr 2010, der den Stein wieder ins Rollen brachte. In diesem Telefonat ging es darum, ob wir prinzipiell bereit wären im Rahmen einer Partnerschaft beratend für einen kommerziellen Bikepark-Betreiber tätig zu sein. Wir sagten natürlich sofort zu. Eine ganze Weile lang hörten wir nichts mehr von dem Projekt, und am Ende zog sich der Investor auch zurück, doch die Saat war gesäht, zum allerersten Mal war offiziell die Rede von legalen Strecken am Feldberg selbst.

Warten auf die Genehmigungserteilung

Nachdem der Investor das Projekt aufgegeben hatte kam die Gemeinde Schmitten, auf deren Grund der Bikepark hätte entstehen sollen, auf uns zu und fragte an, ob wir immernoch als etwaige Betreiber von Downhillstrecken zur Verfügung stünden. Wir waren sofort Feuer und Flamme, stellten unsere Ideen dem Bürgermeister vor, machten eine Ortsbegehung auf der Dowmhillstrecke des HD-Freeride e.V. um zu verdeutlichen was wir uns wünschen und verbrachten Stunden und Tage damit, uns das ganze bildlich vorzustellen. Seitdem arbeiten wir an der Umsetzung dieses Projekts. Wir haben ein Artenschutzgutachten durchführen lassen, in vielen Iterationen die idealen Korridore für die Strecken herausgefunden und mit allen zuständigen Ämtern (und das sind wirklich viele) abgeklärt, was es bei der Einrichtung der Strecken zu beachten gilt. Im Mai 2014 haben wir den Gestattungsvertrag für den Bikepark mit den Geländeeigentümern (Forst & Gemeinde) unterschrieben, und im Dezember 2014 erhielten wir auch endlich die Genehmigungserteilung durch den Kreisausschuss des Hochtaunuskreises. Das heißt seit diesem Termin können wir offiziell den Bikepark bauen. Dass ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen, sodass wir noch im Jahr der Genehmigungserteilung die ersten Sprünge bauten, bevor der Schneefall uns zu einer Baupause zwang. Während der Wintermonate lagen wir aber nicht auf der faulen Haut, sondern suchten potenzielle Sponsoren und bereiteten, soweit möglich, die anstehenden Baueinsätze vor (z.B. stellten wir (wieder mal) einen Antrag für einen Baucontainer und suchten Erdaushub für den Bau). Seit Ende März bauen wir nun jedes Wochenende an den Strecken. Wir sind zuversichtlich den Bikepark bis zum Ende des Jahres fertigzustellen, wobei es natürlich immer schneller geht je mehr Leute uns unterstützen.