Enduro One am Dünsberg

Wheels over Frankfurt auf Erfolgskurs!

Enduro One am Dünsberg
18. August 2015 Rene Haas

Erfolge beim Enduro One am Dünsberg

Am vergangenen Wochenende hat die Enduro One Rennserie am Dünsberg in der Nähe von Gießen Station gemacht. Aufgrund der geografischen Nähe zu Frankfurt war WOFFM mit einigen Fahrern am Start. Diese Gelegenheit wurde genutzt um ganz wie in alten Zeiten Präsenz im Fahrerlager zu zeigen und einen Grundstein für das wiederauferstehende Rennteam zu legen. Das Ganze ist nicht ohne Erfolg geblieben. Unser Mitglied Anton Wünscher hat die Gästeklasse gewonnen und die drittschnellste Gesamtzeit eingefahren. Und auch unser Schriftführer Robert Meyer hat einen Platz auf dem erweiterten Podium gefunden

Doch erstmal zurück zum Ablauf des Wochenendes: Nach den höchstsommerlichen Tagen in der Woche vor dem Rennen wurde von einigen Teilnehmern schon eine Hitzeschlacht mit annähernd 40 Grad erwartet. Bei der Anreise am Samstagvormittag hat sich jedoch gezeigt, dass es zwar sehr warm, aber nicht so schlimm wie befürchtet werden sollte. So konnten wir nach letzten Einstell- und Reparaturarbeiten an den Rädern kurz nach Trainingsbeginn um 12:00 bei aushaltbaren 30 Grad auf die Strecken starten. Das Rennen sollte insgesamt aus 6 Stages bestehen, davon waren Stage 1 und 6 zum Training freigegeben. Der Rest musste auf Sicht gefahren werden. Beide Stages begannen auf dem Gipfel des 498m hohen Dünsbergs, so dass wir allein am Freitag die Straße des Öfteren hochpedaliert sind. Technisch waren beide Strecken ohne größere Probleme fahrbar. Eine Herausforderung waren jedoch die großen Mengen an losem Staub auf den Strecken, sodass durchaus etwas Fahrtechnik nötig war, um flüssig durch die Kurven zu kommen. Und auch das Roadgap am Ende von Stage 1 und der Uphill mitten in Stage 6 haben bei dem einen oder anderen Teilnehmer Bauchschmerzen ausgelöst.

Nach dem Ende des Trainings war noch mal kurz Entspannung angesagt, bevor es zum Prolog losging. Dafür wurde der untere Abschnitt von Stage 6 ausgewählt, so dass wir noch ein letztes Mal für diesen Tag den Dünsberg halb erklimmen mussten. Nach langer Wartezeit am Start ging es in Abständen von 30 Sekunden auf die Strecke. Der fahrerisch anspruchsvolle Teil der Strecke wurde schon nach kurzer Zeit zurückgelegt, sodass der Prolog im Wesentlichen aus Treten bestand. Dementsprechend erschöpft kamen wir dann auch alle nach im Ziel an. Scheinbar hatte keiner der WOFFM-Starter den Winter über seine Hausaufgaben gemacht, sodass keine Spitzenposition dabei herauskam. Aber das konnte beim Rennen am Sonntag ja noch aufgeholt werden. Zunächst haben wir aber noch den Abend bei einigen Bieren und leckerem Essen vom Grill ausklingen lassen. Die Fahrerlageratmosphäre darf ja auch nicht zu kurz kommen.

Am Sonntagmorgen ging es dann etwas früher los. Weil jeder Fahrer willkürlich in eine Startgruppe eingeteilt wurde, sind wir alle einzeln gestartet. Zunächst ging es den schon gut bekannten Weg zum Dünsberg hinauf. Oben angekommen hatte sich schon eine lange Schlange am Start von Stage 1 gebildet, sodass man sich einfach wieder zu Kleingruppen zusammenfinden konnte. Weil Stage 1 schon aus dem Training bekannt war, warteten keine Überraschungen. Ganz anders sah es auf Stage 2 aus. Nach längerer Abfahrt und einem kurzen Zwischenuphill folgte ein langes Hochgeschwindigkeitsstück mit leichtem Gefälle und ohne wirkliche Kurven. Kurz vor dem Ziel tauchte jedoch hinter einer leichten Rechtskurve ein Baum mit den Weg versperrenden Wurzeln auf. Weil die Fahrer dort sicher mit 40 km/h um die Kurve kamen, führte das zu einigen sehr kritischen Situationen. Glücklicherweise hat sich hier kein Starter ernsthaft verletzt. Und da die Stage wegen technischer Probleme aus der Wertung genommen wurde, hatten die Stürze auch keinen Einfluss auf das Ergebnis.

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Stage 3, 4 und 5 bestanden jeweils aus relativ wenigen Downhill-Höhenmetern. Dafür besaß Stage 3 einen richtig knackigen Uphill, so dass im Ziel dieser Wertungsprüfung ein Sauerstoffzelt willkommen gewesen wäre. Nach Stage 5 waren wir aufgrund der intensiven Tretstücke doch alle schon etwas erschöpft, mussten aber noch ein letztes Mal die 300 hm auf den Dünsberg in Angriff nehmen. Oben angekommen hieß es noch einmal die letzten Kräfte für Stage 6 zu mobilisieren. Im Gegensatz zum Prolog war heute die gesamte Strecke zu fahren. Am Ende des Renntages fühlte sich der Uphill auf der Stage noch mal etwas steiler als am Vortag an. Nach dem letzten Mal quälen kamen wir alle wohlbehalten im Ziel an. Dort erfuhr Anton Wünscher, dass er gerade die schnellste Zeit in der Gästeklasse eingefahren hat. Und auch Robert Meyer war weit vorne mit dabei. Doch es sollten ja noch einige Fahrer kommen.

Glücklicherweise hat es niemand von ihnen geschafft Anton vom Spitzenplatz zu verdrängen. Mit seiner Gesamtzeit von 13:44,15 hätte er auch die Sport-Klasse der Serienstartermit über 27 Sekunden Vorsprung gewonnen. Und auch in der Pro-Klasse hätte es für ein Platz auf dem Treppchen gereicht. Wenn Anton hier registriert gewesen wäre, hätte er noch 50€ Preisgeld für den dritten Platz einstreichen können. Vor Robert haben sich zwar noch ein paar Fahrer geschoben. Weil er letztendlich auf dem sechsten Platz gelandet ist, wurde er aber dennoch bei der Siegerehrung berücksichtigt. Mit seiner Zeit wäre er in der Klasse der Serienstarter zweiter geworden. Die Regelung, dass Nicht-Serienstarter alle in eine Gästeklasse gepackt werden – egal ob 15 oder 50, Mann oder Frau – kann man vor diesem Hintergrund sehr kritisch sehen. Hier sollte darüber nachgedacht werden, das in den kommenden Saisons zu ändern und in der Wertung die Trennung von Serienstartern und Gästen aufzuheben. Die Ergebnisse der weiteren WOFFM-Starter sind:

Klasse Platz Starter Zeit
E1 Sport 32 Lukas Lange 16:02,17
E1 Sport 36 Matthias Konetchy 16:20,94
E1 Guest 1 Anton Wünscher 13:44,15
E1 Guest 6 Robert Meyer 14:12,41
E1 Guest 18 Manuel Rinn 15:09,84
E1 Guest 34 Johannes Weinkauff 16:07,41

Als Fazit lässt sich sagen, dass wir trotz der intensiven Tretstücke und meist relativ flachen Strecken viel Spaß hatten. Die Veranstalter können ja schließlich den Berg nicht aufschütten und haben alles aus dem Gelände herausgeholt, was möglich war. An der Organisation kann man auch mit viel Mühe keinen Kritikpunkt finden. Hier zeigt sich, dass der AMC Rodheim-Bieber schon große Erfahrung durch den Dünsberg-Marathon gewonnen hat. Auch alle Helfer und Streckenposten waren immer außerordentlich freundlich. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für Euren Einsatz.

Wir haben die Zeit auch genutzt um das WOFFM-Team wieder mehr auf Rennen zu etablieren. Am 22. und 23. August geht es auch schon wieder. Dieses Mal sind wir vermutlich gleich auf zwei Events vertreten: Beim IXS Downhill Cup am Inselsberg in Tabarz und beim nächsten Stopp der Enduro One Serie am Ochsenkopf. Falls Ihr Interesse an einem dieser beiden Rennen habt, verabredet euch über unser Forum zu Fahrgemeinschaften und plant den Aufbau im Fahrerlager.

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