Rettet die Rinne

Die „Rinne“ am Frankenstein bei Darmstadt-Eberstadt gehört – auch wenn die Behörden Sie als illegal ansehen – schon seit mehr als 20 Jahren zu den beliebtesten Mountainbike-Spots in Hessen. Als zu Anfang der 2000er Jahre immer mehr Biker am Frankenstein unterwegs waren, wurden zwischen einigen engagierten, die sich im VC Darmstadt organisiert hatten, und dem damaligen Forstamtsleiter Rosenstock Gespräche geführt, die eine Legalisierung der Strecke zum Ziel hatten. Diese Gespräche verliefen sich leider im Zuge der Pensionierung des Forstamtsleiters im Sande.

Im Jahr 2008 wurden dann, auf Initiative des neuen Forstamtleiters Müller, sämtliche Trails am Frankenstein durch eine großangelegte Baumfällaktion unfahrbar gemacht. Gleichzeitig wurde eine Pressekampagne geführt, die das rigorose Handeln des Forstamts mit der angeblich mangelnden Gesprächsbereitschaft der Radfahrer legitimieren sollte. Da wir uns nicht nur als Frankfurter Lokalverein, sondern als Interessenvertretung für ganz Rhein-Main sehen, suchten wir nachdrücklich das Gespräche mit dem Forstamt, wurden aber zunächst ignoriert. Ein Informationstag, zu dem mehrere hundert Biker auf den Frankenstein-Gipfel kamen, zeigte damals deutlich, dass es ein breites Interesse an einer legalen Lösung gibt. Aber erst als wir wiederum die Presse bemühten, um auf das Verhalten des Forstamtes in der Sache aufmerksam zu machen, kamen Gespräche in Form eines „Runden Tischs“, der vom Geo- &Naturpark Bergstraße/Odenwald geleitet wurde, zustande.

Im Rahmen der Gespräche wurden dann Planungsgebiete gesucht, in denen legale Strecken entstehen könnten. Dabei wurde seitens des Forstamts der Frankenstein von Anfang an ohne Begründung ausgeschlossen. In mehreren Gesprächsrunden manifestierte sich in der Folge die unverständliche, ablehnende Haltung des Forstamts Darmstadt. Nachdem wir Geländevorschläge gemacht und diese nach unseren Kriterien bewertet hatten, sollte das Forstamt diese Vorschläge ebenfalls nach seinen Kriterien bewerten. Auf diese Bewertung warten wir seitdem. Auch auf Nachfrage gab es hier keine Rückmeldung mehr. Es ist sehr schade, dass das Projekt auf solch einseitige Weise blockiert wird, denn nicht nur wir, auch die Mitarbeiter des Geo- & Naturparks, sowie die Leiter der umliegenden Forstämter haben über Jahre hinweg eine Menge Arbeit und Zeit investiert.

Wir stehen in der Sache „Downhillstrecken am Frankenstein“ weiterhin als Gesprächspartner zur Verfügung. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, hier ein sinnvolles Angebot zu schaffen sind wir gerne bereit die Betreiberschaft zu übernehmen. Wir erwarten jedoch dass die Gespräche hierzu von allen Seiten ergbenisoffen geführt werden. Eine weitere Hinhaltetaktik seitens des Forstamts werden wir nicht weiter unterstützen.