Tageskarten oder nicht – das ist die Frage

Warum wir uns 2015 für eine vorerst kostenfreie Nutzung der Strecken entschieden haben.

Tageskarten oder nicht – das ist die Frage
26. Mai 2015 Johannes

Der Bau und Betrieb des Wheels over Frankfurt Bikepark Großer Feldberg powered by HIBIKE kostet Geld und Manpower, dass ist spätestens seit unserem letzten ausführlichen Blog-Beitrag klar. Die Kurzfassung: Mitglieder werden benötigt um die laufenden Kosten (Versicherung, Nutzungsgebühr, etc.) zu decken und die Strecken durch ehrenamtliche Arbeit zu bauen. Sponsoren und Spenden müssen sicherstellen, dass auch kostspieligere Investitionen die der Bikepark-Bau mit sich bringt (Baumaterial, Werkzeuge, Logistik, Infrastruktur) getätigt werden können.  Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Gestattungsvertrages hatte der Verein etwa 40 Mitglieder und ein Vermögen im unteren vierstelligen Bereich.

Die Frage ist nun, wie man die Ressourcen Manpower und Kontostand vergrößert, um den Erfolg des Projekts garantieren zu können.

Wir haben im vergangenen Jahr viel Arbeit in die Akquise von Sponsoren und Spendern gesteckt, es wurden Konzepte entwickelt, Medienmappen und Listen potenzieller Sponsoren erstellt, diese potenziellen Sponsoren kontaktiert. Kurz gesagt: Es wurde eine Menge Arbeit investiert, jedoch ist bisher mit Ausnahme des Hauptsponsorings durch HIBIKE nichts zählbares dabei herausgekommen. Ähnlich verhält es sich mit Spenden.

Bei den Baueinsätzen zum Streckenbau sind wir in der Regel ca. 10 Personen. Die Gruppe der Aktiven, die die Strecke baut ist etwa 35 Personen stark. Es sind also immer wieder die Selben, die sich Wochenende um Wochenende tapfer durch den Wald arbeiten. Wir kommen voran, jedoch repräsentiert diese Gruppenstärke auf keinen Fall die Größe der potenziellen Nutzergruppe für die Strecke.

Uns ist völlig klar, dass die Zugangsregelung zum Bikepark (frei für Mitglieder, Tageskarte von etwa 8.-€ für Nichtmitglieder) eine abschreckende Wirkung für Außenstehende haben kann. Warum sollten Nichtmitglieder spenden oder an den Strecken arbeiten, wenn Sie dann auch noch für die Nutzung bezahlen müssen? Hierbei ist es entscheidend zu verstehen, dass die Intention hinter dieser Regelung nicht der Vermögensaufbau ist. Wir wollen die Biker motivieren, unserem Verein beizutreten, denn ohne eine ausreichend große Mitgliederbasis können wir den Bikepark nicht betreiben.

Das Dilemma ist klar: Wenn wir die Strecken frei zugänglich machen erhöhen wir vielleicht die Spenden- und Mitarbeitsbereitschaft, jedoch gibt es keine Motivation mehr dem Verein beizutreten, was wiederum den Betrieb des Bikeparks unmöglich macht.

2015 wird der Bikepark für alle kostenfrei nutzbar sein

Im Verlauf des Jahres 2015 werden aller Voraussicht nach beide Downhill-Strecken fertiggestellt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es immer wieder zu (Teil-)Streckensperrungen auf Grund der Bauarbeiten kommen wird. Dafür die volle Nutzungsgebühr für Nichtmitglieder zu verlangen wäre nicht fair. Wir sehen dass Jahr 2015 als ein Übergangsjahr an und haben uns daher auch dazu entschlossen, das Jahr als Test zu nutzen. Von der Eröffnung des Bikeparks am 14.6. bis zum 31.12. wird der Bikepark für alle kostenfrei nutzbar sein. Bei der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung, die im Januar 2016 stattfinden wird, werden dann unsere Mitglieder auf Basis der Entwicklung der Mitgliederzahlen und der Finanzlage entscheiden, wie wir im Regelbetrieb weiterverfahren.

Es liegt also umso mehr jetzt an den Nichtmitgliedern, ein wenig Idealismus zu zeigen und das Projekt zu unterstützen. Auch wenn es paradox klingen mag: Tretet bei, helft mit, spendet. Damit der Bikepark auch für Nichtmitglieder kostenfrei geöffnet werden kann.

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